If you're going to San Francisco

Ein paar Takte, schon summt man mit. Der Flair der 60er ist immer noch in San Francisco und Kalifornien zu finden. Eine einzigartige Magie, die jeden Reisenden in ihren Bann zieht.

Der Traum von Kalifornien

Der Traum von Kalifornien
Golden Gate Bridge

Kalifornien, ewige Sonne, frei sein, Träume vom anderen Leben. Sie denken, wir reden von den 60ern? Keineswegs, auch heute versprühen Stadt und Bundesstaat noch immer die Magie, dass alles möglich ist. Karl Teuschl traf ein paar leicht ergraute Lebenskünstler, als er auf dem Highway One gen Süden fuhr.


"Weiß jemand, warum die Uhr hier oben 4.20 Uhr anzeigt, es ist doch erst elf?" Ein feines Lächeln spielt um den Mund von Izu (Touristenführerin) "Vier – zwanzig – das war damals der Code der Polizei für: Achtung, Marihuanna in der Luft!"
Die 60-Jährige lebte damals schon im Hippie-Stadtteil Haight-Ashbury. Damals, das war 1967, jener legendäre Sommer der Liebe. Gerade 16, zog sie mit ihren Eltern von New York an die Westküste und entdeckte die Freiheit. Überall war Musik. Es gab ständig kostenlose Konzerte im Park. San Francisco nahm die Blumenkinder mit offenen Armen auf. Und die Hippies gaben viel zurück. Sie legten mit ihrem Querdenken die Fundamente für das, was Kalifornien heute ausmacht: das Silicon Valley mit seiner gewaltigen Zahl herausragender Computer-Firmen, Umweltschutz, alternative Ernährung.

Besonders sichtbar sind diese Wurzeln an Sommer-Wochenenden. Dann locken Folk-Festivals in den Golden Gate Park. Den Weg zur Speedway Meadow, einem schmalen Landstreifen mitten im Park, weisen dann schon von Weitem die Duftwolken der Grillstände – und das Wummern der Bässe von den Bühnen. Also immer der Nase und den Ohren nach oder noch einfacher: mitlaufen mit dem Pulk aus älteren Herren in Motorradjacken und Jeans, die die Haare und Bärte hier immer etwas länger tragen; mit den Frauen in wallenden bodenlangen Kleidern, ihre Enkel auf dem Arm oder im Kinderwagen vor sich. Auf den Wiesen und den sanft ansteigenden Hängen der Speedway Meadow breiten sie ihre Picknick-Decken aus. Mindestens vier Generationen, zwischen 5 und 85.

Tipps für den Highway One
Traumaussicht
Romantischer kann der Blick nicht sein als von der Terrasse des Restaurants Nepenthe in Big Sur. Schon Rita Hayworth und Orson Welles turtelten hier stundenlang.

Traumtipp
14-tägige Rundreise ab/an San Francisco über den Highway One. Motel Stopps u. a. bei Los Angeles, Death Valley, Sierra Nevada, inkl. u. a. 12 Übernachtungen, Mietwagen, Flug ab ca. 1.3  Euro p. P. im DZ. www.crd.de

Lust auf San Francisco und Higway One?
Hinkommen
Nonstop-Flüge täglich von Frankfurt und München nach San Francisco: Neben-Saison ca. 600 Euro, Hautsaison: ca. 900 Euro.

Beste Zeit
Herbst und Frühjahr mit durchschnittlich 20 Grad und viel Sonne. Im Sommer herrscht oft Nebel.

Ausflugstipp
Izus Flower Power Walking Tour durch Haight-Ashbury, Preis ca. 15 Euro, www.haightashburytour.com

Mehr erfahren
California Tourism, c/o Touristikdienst Truber, Postfach 1056, 63809 Stockstadt/Main, Tel: 06027/402820, www.visitcalifornia.de

 

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