Die besten Tipps für Pfingstrosen
Dank ihrer üppigen Blüten verzaubern Pfingstrosen jeden Garten. Aber wussten Sie, dass man den Frühlingsblühern früher magische Heilwirkung zusprach? In China tut man es sogar noch heute. Hier sind die besten Tipps, damit Pfingstrosen prächtig blühen.

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Die Pfingstrose ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Bereits vor 2.000 Jahren wurde sie gezüchtet – allerdings nicht wegen ihrer außergewöhnlichen Blüte. Das, was die Pfingstrose für die Menschen in der Antike und im alten China so begehrenswert machte, steckt nämlich in der Wurzel.
Bereits der botanische Name Päonie weist auf die besondere Stellung der Pflanze hin. Er bezieht sich auf den Arzt Paieon, der laut griechischer Mythologie den verwundeten Gott Hades mit der Wurzel der Pfingstrose geheilt haben soll. Die Wurzel allein habe das Blut gestoppt und die Wunde verschlossen, heißt es. Homer schrieb der Pflanze deshalb fast magische Heilkräfte zu und nannte sie die „Königin der Kräuter“. Auch Hildegard von Bingen war von ihrer heilenden Wirkung überzeugt. Für sie war die Pfingstrose gleich aus mehreren Gründen eine wichtige Arzneipflanze. Die fleischigen Wurzeln verabreichte sie bei Gichtschüben, aber auch bei Mundgeruch und Erkältungen. Die giftigen Samen setzte sie – verdünnt mit Wein – bei gestörter Verdauung und Magenkrämpfen ein. Zahnende Kinder bekamen von ihr eine Halskette mit aufgefädelten Samen – als Talisman. Und bis vor 150 Jahren galt die Pfingstrose zudem als Wundermittel bei Epilepsie.
Der Zusatz Paeonia „officinalis“ ist ein weiteres Indiz dafür, dass der Echten Pfingstrose, auch Bauernpfingstrose genannt, quasi „offiziell“ Heilwirkung attestiert wurde. War sie ursprünglich nur auf der Südseite der Alpen beheimatet, trat sie im frühen Mittelalter ihren medizinischen Siegeszug über die Alpen an. Vor allem Benediktinermönche kultivierten die Pflanze in Klostergärten. Deshalb erhielt sie den Beinamen Benediktinerrose. Heute finden sich Pfingstrosenextrakte nur noch in homöopathischen Präparaten. Die Staude selbst gilt als Zierpflanze.
Ganz anders dagegen in China, wo die Pfingstrose eine Art Nationalblume ist. Etwa 3.000 verschiedene Sorten gibt es. Und vor allem die Strauch- und Baumpfingstrosen sind nach wie vor ein wichtiger Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin. Ihre Wurzeln werden beispielsweise verwandt, um Beschwerden bei Menstruation zu lindern und gegen Schweißausbrüche. Denn die Pfingstrose gilt als kühlend, beruhigend und auch nachhaltig entkrampfend.
Trotzdem: auch wenn der Pfingstrose viel Positives nachgesagt wird – selbst sollte man ihre Wunderwirkung nicht ausprobieren, denn die Pflanze enthält etliche Giftstoffe. Und das ist vielleicht auch gar nicht nötig. Schließlich reicht oft schon der Anblick der Pfingstrosen, um sich besser zu fühlen.
Die 5 wichtigsten Tipps für Pfingstrosen1. Sonniger bis halbschattiger Standort. Im Schatten bilden Pfingstrosen weniger Blüten.
2. Herbst ist Umpflanzzeit. Die Stauden lassen sich durch Teilung des Wurzelstocks gut vermehren.
3. Neues Pflanzloch mit Kompost und humoser Erde auslegen. Wurzelstöcke liegen knapp unter Erde.
4. Erde vom alten Standort mitnehmen. Für einen guten Wasserabzug sorgen. Staunässe vermeiden.
5. Schwere Blüten mit Stützringen stabilisieren. Oder: Buchs oder Eibe davor pflanzen.