Wie gut ist Ihr Arzt?

Ob ein Arzt fachlich gut ist oder nicht, kann man als Patient kaum beurteilen. Doch genauso wichtig ist auch seine emotionale Kompetenz: Geht er auf einen ein? Spürt er, wann man Sorgen oder Ängste hat? Erklärt er verständlich. Karen Fuchs hat häufiger deshalb einen Arzt gewechselt, weil es menschlich nicht stimmte. Worauf sie achtet, und was einen wirklich guten Arzt ausmacht, zeigen die folgenden Tipps.

Der erste Eindruck

„Ich mag es, wenn mein Arzt mit einem freundlichen Hallo auf den Lippen von seinem Tisch aufsteht, mir entgegen kommt und fest – aber nicht grob – die Hand schüttelt“, schildert Karen Fuchs den ersten Augenblick, wenn sie zur Sprechstunde geht. „Diese Geste finde ich höflich und sie vermittelt mir vor allem eins: Mein Arzt respektiert mich“, erzählt die 57jährige aus Hamburg. „Und selbst wenn wir zu Beginn nur ein paar Floskeln austauschen, spüre ich wie er ganz genau hinhört, mich beobachtet und dabei schon erkennt, ob ich Sorgen oder Schmerzen habe.“

Genauso wichtig ist auch der erste Gesamteindruck, den eine Praxis vermittelt, weil auch dies viel über die emotionale,Kompetenz eines Arztes aussagt:

  • Wie begrüßen Sprechstundenhilfen am Telefon und in der Praxis Patienten? Freuen sie sich über einen neuen „Kunden“ oder kommt man sich wie ein Bittsteller vor?

  • Wie gehen die Sprechstundenhilfen untereinander um, herrscht ein freundlicher, kollegialer Ton?

  • Wie werden andere Patienten behandelt? Fragen Sprechstundenhilfen etwa bei der Terminvergabe sofort, wie man versichert ist? Oder gibt es sogar ein eigenes Wartezimmer für Privatpatienten?

  • Wird die Diskretion beim Anmelden gewahrt?
All das spiegelt wider, wie ein Arzt die Praxis führt, mit dem Team umgeht bzw., ob er Patienten gleich behandelt. Tipp: Hören Sie gerade beim ersten Eindruck auf Ihr Bauchgefühl – fühlen Sie sich in dieser Umgebung wohl?

 

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