So entrümpeln Sie Ihre Haus-Apotheke

Die wichtigsten Schritte, um Ordnung zu schaffen und im Notfall das Richtige zu finden.

1. Ausräumen und auswischen

Legen Sie den gesamten Inhalt der Hausapotheke auf den Tisch. Ist der Schrank leer, wischen Sie alle Fächer und Schubladen gründlich aus. Ausgelaufene und festgeklebte Reste von Salben und Flüssigkeiten lassen sich gut mit Essig oder Spiritus entfernen.


2. Streng aussortieren

Nehmen Sie jedes Medikament in die Hand und überprüfen Sie die Haltbarkeit. Abgelaufene Medikamente stecken Sie in eine Tüte. Sie können den Abfall dann zur Entsorgung bei der Apotheke oder beim Recyclinghof der Stadt oder Gemeinde abgeben. Auch etwas verschmutzte und eingerissene Pflaster kommen ebenfalls in die Abfalltüte. Übrigens: Einige Flüssigkeiten, wie beispielsweise Augentropfen, sind einmal benutzt nur 4 Wochen haltbar. Deshalb bei angebrochenen Flüssigkeiten die Packungsbeilage lesen; meist ist dort auch etwas über die Haltbarkeit vermerkt.


3. Packungsbeilage aufbewahren

Von verschreibungspflichtigen Medikamenten sollten Sie immer die Packungsbeilage aufbewahren. Notieren Sie auch, wann Sie das Medikament eingenommen haben und wie sie es vertragen haben. Wenn Sie das nächste Mal zum Arzt gehen, ist das eine wichtige Information. Die alten Beipackzettel bündeln Sie mit einer Heftklammer. In einem Briefkuvert oder einer ausrangierten Brieftasche sind sie gut aufgehoben.


4. Medikamente sortieren

Teilen Sie nun alle Medikamente in drei Gruppen: Notfall, allgemeine Medikamente, Dauer-Medikamente, z.B. bei chronischen Krankheiten. Für jede dieser Gruppen sollten Sie ein eigenes Fach anlegen. Wenn das nicht möglich ist, besorgen Sie sich Kunststoffbehälter, die sie beschriften.


5. Alles für den Notfall

Zu dieser Rubrik gehören: Fieberthermometer, Leukoplast, Mullbinden, Verbandschere, Pflaster, Wundspray, Jod, Pinzette, Mücken- bzw. Brandgel. Übrigens: Jetzt ist eine gute Gelegenheit fehlende Teile aus diesem Notfall-Set zu ergänzen.


6. Allgemeine Medikamente

Dazu zählen Tabletten gegen Fieber und Schmerzen, Nasentropfen, Hustensaft, Salben/Tropfen zum Inhalieren oder Einreiben, Magen- und Verdauungsmittel, gegen Durchfall.


7. Dauer-Medikamente

Dazu zählen Medikamente, die man regelmäßig oder sogar täglich einnehmen muss, z.B. Herztabletten, Blutdrucksenker. Deshalb sollte man diese auch getrennt aufbewahren. Wichtig: Überprüfen Sie regelmäßig das Haltbarkeitsdatum der ungeöffneten Packungen, gerade dann wenn man größere Mengen zuhause hat.


8. Packungen beschriften

Notieren Sie auf den angebrochenen Packungen, wann diese geöffnet werden. Wenn Sie es nicht mehr wissen, vermerken Sie den Tag des Aufräumens Ihrer Hausapotheke mit dem Hinweis „neu sortiert“. Gewöhnen Sie sich an, immer das Anbruchdatum aufzuschreiben. Hustensaft und Nasentropfen sollten nur bis 6 Monate nach dem Öffnen noch verwendet werden. Bei Salben hilft der Geruchstest. Sobald geöffnete Salben ranzig riechen oder beginnen, sich zu zersetzen, sollte man diese entsorgen. Angebrochene Antibiotika sollten generell nicht mehr verwendet werden.

 

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