Alles über Vitamine

Vitamine sind gesund – denkt man. Stimmt auch. Aber neue Studien zeigen, Vitamine können schaden; und von einigen essen wir viel zu wenig

Weniger ist manchmal mehr

Weniger ist manchmal mehr

Klingt gut, gesund und irgendwie sogar lecker: „Reich an Vitamin C“, „liefert viel wertvolles Vitamin E“, „deckt den Tagesbedarf an Vitamin A“ – so oder so ähnlich liest und hört man das immer wieder. Auf den Packungen von Lebensmitteln, in unzähligen Kochbüchern und Ernährungsratgebern, in Werbespots, ja selbst in vielen Arztpraxen und erst recht in den Apotheken – überall wird darauf hingewiesen, wie gesund Vitamine angeblich sein sollen.

Und wir Verbraucher? Wir glauben daran, misstrauen scheinbar den eigenen Ess- und Trink-Gewohnheiten. Wie sonst kann man sich diese Zahlen erklären:

  • Jeder dritte Erwachsene in Deutschland nimmt regelmäßig Vitamin-Tabletten.

  • Jährlich wächst der Absatz von einschlägigen Vitamin-Mitteln um 4 Prozent.

  • Für rund 1 Milliarde Euro werden jährlich Nahrungsergänzung-Mittel verkauft, ein Drittel davon entfällt allein auf Vitamine.

Fakt ist: Der Körper braucht Vitamine unbedingt, um seine biologischen Vorgänge richtig und gesund zu steuern, etwa um Hormone, Enzyme und Zellen zu bilden. Deshalb sind Vitamine an allem beteiligt, was tief im Körper, das heißt vor allem im Stoffwechsel der Zellen, passiert:

- Vitamin A benötigt der Körper für das Sehen und um neue Haut zu bilden.

- Vitamin C ist ein Schlüssel, um Blut zu bilden und Wunden zu heilen.

- Vitamin D ist enorm wichtig für den dauerhaften Aufbau von Knochen.

- Vitamin E braucht das Immunsystem, um Krankheiten rechtzeitig zu vermeiden.

Die Liste ließe sich endlos fortsetzen, schließlich gibt es 13 Vitamine; und jedes einzelne ist an x Vorgängen im Stoffwechsel beteiligt. Und selbst heute, 100 Jahre nach der Entdeckung des ersten Vitamins (Vitamin A, 1909), finden Wissenschaftler immer wieder unbekannte Funktionen und bislang nicht entdeckte Wirkungen von Vitaminen.

Bestes Beispiel dafür ist Vitamin D. Weltweit forschen Ärzte und finden neue, oft erstaunliche Effekte. Neue Studien belegen beispielsweise, Menschen, die gut mit Vitamin D versorgt sind, haben

  • deutlich seltener Krebs,
  • weniger Herzinfarkte und Schlaganfälle,
  • geringere Blutdruckwerte
  • und sind seltener zuckerkrank (Diabetes).

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