Der Mythos - gesunde Vitamine

Denken auch Sie, dass man von Vitaminen nicht genug bekommen kann, da sie so gesund sind? Lesen Sie hier und entlarven auch Sie diesen Mythos.

Wussten Sie schon, dass Vitamine nicht nur gesund sind?

Wussten Sie schon, dass Vitamine nicht nur gesund sind?
Wirklich gesund?

Von Vitaminen kann man nicht genug bekommen, denken Sie? Neuste Forschungen entlarven das als Gerücht. Wie andere Behauptungen über Vitamin C, A und D übrigens auch. Lesen Sie hier acht überraschende Fakten.



1. Je mehr Vitamine der Körper bekommt, umso gesünder ist er.
Falsch. Zwar sind Vitamine lebenswichtige Substanzen. Aber man braucht davon nur bestimmte Mengen, damit alles im Körper optimal funktioniert. Eine normale, ausgewogene Ernährung reicht völlig aus.

2. Multivitamin-Präparate sind eine gute Alternative.
Falsch. Ohne Mangel schaden zusätzliche künstliche Vitamine wahrscheinlich mehr, als sie nutzen. Skandinavische Forscher stellten als Folge der Einnahme sogar eine höhere Sterblichkeit fest. Vermutet man einen Mangel, sollte man mit einem Arzt oder Ernährungsberater sprechen, wie man mit richtiger Ernährung alles abdecken kann.

3. Bio-Obst hat mehr Vitamine.
Stimmt zwar, aber die Unterschiede zu konventionellem Obst und Gemüse sind in der Regel weniger groß als gedacht. Viel wichtiger als die Anbaumethode ist, wie reif Obst und Gemüse bei der Ernte sind und wie schnell sie in den Handel gelangen. Ein gutes Beispiel: Reift eine Orange in der prallen Sonne, kann sie bis zu 50 % mehr Vitamin C enthalten als eine Frucht, die am selben Baum, aber im Halbschatten wächst. Und: Je länger Obst und Gemüse nach der Ernte lagert, umso weniger Vitamine sind enthalten. Tipp: Frische, reife Produkte kaufen, die gerade Saison haben und aus der Region stammen.

4. Gemüse hat kaum noch Vitamine, weil die Böden ausgelaugt sind.
Falsch. Diese oft gehörte Behauptung gehört absolut ins Reich der Märchen. Vitamine stecken nicht im Boden, die Pflanzen bilden sie während des natürlichen Wachsens in ihren Zellen.

5. Vitamin C hilft gegen Erkältungen.
Jein. Man muss differenzieren: Einer Erkältung vorbeugen kann man mit Vitamin C nicht. Hat man aber schon Schnupfen, verschwindet er ein bisschen schneller (laut Studie um 6 %), wenn man Vitamin C einnimmt – der Körper verbraucht dann davon mehr, um seine Abwehrkräfte zu regenerieren.
Sehr gute natürliche Quellen für Vitamin C sind: Sanddornsaft, rote Paprika, Rosenkohl, Grünkohl, Fenchel, Kiwi, Papaya, Orangen- und Zitronensaft.

6. Ältere brauchen mehr Vitamine.
Stimmt. Ab etwa 50 nimmt die Fähigkeit des Darms, Vitamine aufzunehmen, langsam ab. Bei Vitamin B12 liegt das beispielsweise daran, dass der Körper mit den Jahren weniger Magensäure produziert, die für die Aufnahme wichtig ist. Hinzu kommt: Im Alter bildet der Körper bis zu 50 % weniger Vitamin D in der Haut. Den Mangel kann man leicht beheben, etwa indem man einfach 50 % länger täglich in der Sonne bleibt (etwa 40 Minuten).

7. Vitamin-Mangel kann man im Blut messen.
Jein. Bei einigen Vitaminen, z. B. Vitamin C, D und E, stimmt das. Bei anderen Vitaminen, etwa Vitamin A und B12, müssen Ärzte spezielle Tests durchführen, um den Status zuverlässig zu bestimmen. Kassen zahlen nur bei konkretem Verdacht eines Mangels.

8. Vitamine kann man nicht überdosieren.
Falsch. Fett-, aber auch wasserlösliche Vitamine reichert der Körper an. So können große Mengen Vitamin C sogar das Risiko für Krebs erhöhen. Dabei hatte der zweifache Nobelpreisträger Linus Pauling in den 1970ern genau das Gegenteil behauptet: dass mehrere Gramm Vitamin C am Tag Krebs vorbeugen würden. Heute weiß man: Zu viel Vitamin C setzt spezielle Mechanismen der körpereigenen Abwehr außer Kraft. Linus Pauling bekam übrigens Prostatakrebs.

 

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